Einzel NVMe als Systemplatte

Hallo zusammen,

Ich betreibe eine QNAP TS-473A mit vier 4-TB-HDDs in einem RAID-5 (Statisch, kein Speicherpool). Ziel ist es, das System auf eine 256GB M.2 NVMe SSD auszulagern.

Folgendes Vorgehen habe ich bisher durchgeführt:

  1. Vollständiges Backup der Systemeinstellungen erstellt

  2. NAS heruntergefahren und alle HDDs entfernt

  3. M.2-NVMe-SSD eingebaut und NAS gestartet, damit diese initialisiert wird

  4. Auf der NVMe ein “Statisches Volume” (kein Pool) erstellt

  5. Das NVMe-Volume wird korrekt als „(System)“ angezeigt

  6. NAS neu gestartet – System funktionierte einwandfrei

  7. NAS erneut heruntergefahren und die HDDs wieder eingesetzt

  8. NAS gestartet und das bestehende RAID-5 im Speichermanager gesucht und wiederherstellen lassen

  9. Überprüft, ob alle Daten vorhanden sind, anschließend Neustart

  10. Kontrolle der Volumes: NVMe-SSD weiterhin als „(System)“ gekennzeichnet

  11. Wiederherstellung der zuvor gesicherten Systemeinstellungen

  12. Nach erneutem Neustart überprüft: Alle Daten und Einstellungen vorhanden, NVMe-SSD weiterhin „(System)“

Danach habe ich das NAS heruntergefahren, um heute weiterzumachen.

Nach dem Hochfahren heute Morgen musste ich jedoch feststellen, dass keine Freigaben mehr auf dem NVMe-Volume vorhanden sind. Ein Blick in den Speichermanager erklärt auch den Grund:

Das HDD-RAID ist wieder als „(System)“ markiert. Damit war der gesamte Aufwand leider vergeblich.

Hat jemand eine Idee, warum die TS-473A das HDD-RAID erneut als System deklariert?

Habe ich an irgendeiner Stelle etwas übersehen oder falsch gemacht?

Die oben verlinkte QNAP-Anleitung war mir zuvor nicht bekannt, beschreibt aber im Grunde exakt mein Vorgehen – lediglich ohne ein neues Gerät.

Als Alternative könnte ich mir natürlich eine externe 8-TB-HDD besorgen, die Daten sichern und den gesamten Prozess neu aufsetzen. In dem Fall würde ich das HDD-RAID selbstverständlich komplett neu erstellen.

Diesen zusätzlichen Aufwand würde ich jedoch gern vermeiden.

Zudem habe ich die Befürchtung, dass die TS-473A nach der Neueinrichtung des HDD-RAIDs das System erneut dorthin migriert.

Hat jemand von euch Erfahrung mit einer M.2 SSD als Systemlaufwerk und einem separaten HDD-RAID als reines Datengrab?

Und JA. Ich bin mir der Gefahren dafür eine M.2 SSD statt 2 im RAID1 zu nutzen bewusst. Eventuell werde ich das auch noch nachträglich ändern. Habe aber aktuell nur eine M.2 SSD zum testen da…

Bitte nur Deutsch im Deutschen Subforum posten.

Ist ein Backup schon vorhanden? (Wenn nicht sollte hier zuerst investiert werden)

Danach wie schon bemerkt, NIEMALS das Systemvolumen auf Einzel SSDs installieren.

Sorry hatte nicht mitbekommen das ich einem anderssprachigem Subforum gelandet bin.

Backup lege ich noch an.

Ja ich weiß das nur eine SSD ein Risiko darstellt. Das bin ich aber bereit einzugehen.

Die Frage ist aktuell: warum hat das TS-473A nach der ganzen Aktion das HDD RAID wieder als SYSTEM festgelegt und wie kann ich das in Zukunft verhindern?

Hallo,

das Einlesen der alten Systemsicherung dürfte das Problem sein.

Dürfte vermutlich der gleiche Post sein.

Korrekt. Hatte hier nur zur Sicherheit “Kreuzgepostet”.

Habe mittlerweile aber festgestellt, dass ich durch das Vorhaben zwar den erwartbaren “Performance Schub” bekomme, das Hauptproblem dadurch allerdings nicht gelöst wird.

Durch das leidige Thema “internes SYSTEM-RAID” (md9 / md13) wird der “HDD RAID” trotzdem nicht zur Ruhe kommen solange das System fleißig Log Files und Co. schreibt die dann ja über alle internen Speichermedien im TS-473A repliziert werden.

Habe dazu auch heute versucht mal eine Anfrage per Ticket an QNAP zu stellen ob es einen offiziellen Weg gibt, die HDDs aus diesem SYSTEM-RAID zu entfernen. Allerdings bekomme ich aktuell kein Ticket raus. Sowohl Webseite als auch Helpdesk Manager auf der Maschine geben beim absenden des Tickets lediglich einen Fehler aus…

Langsam frage ich mich, wozu QNAP überhaupt die Funktion integriert hat, dass die Festplatten in den Stand-by gehen können. Wenn doch eigentlich klar ist, dass durch diesen SYSTEM-RAID ständig irgendwelche Daten auf alle Speicher geschrieben werden.

QNAP schreibt mehr halt mehr Logs und andere Daten auf md9 und md13 als früher…wie du ja weisst, geht Disk standby dadurch in den meissten Fällen halt nur mit der Brechstange (md9 und md13 von den drehenden Platten kicken)

Ist halt so aber sicherer als die Tränen die QNAP Support dann ertragen müsste wenn das NAS eines Users der ne einzel NVMe ohne Backups rockt. (Wenn ein User das mutwillig & freiwillig selber macht, ist die Schuld halt klar)

Einerseits danke ich dir für die Antwort. andererseits finde ich den darin enthaltenen herablassenden Ton schon sehr bedauerlich.

Nicht umsonst habe ich im ersten und im zweiten Post geschrieben, dass ich mir sehr darüber im Klaren bin, was das worst Case bedeuten würde, wenn ich das Ganze mit einer Single SSD umsetze. Auch schrieb ich bereits im ersten Post, dass ich das Ganze sicherlich auch noch auf zwei SSD umstellen werde, da ich gerade nur eine zum Testen da hatte.

Ich denke, dass ich mich damit mehr als klar genug ausgedrückt habe und dass man nun nicht in jeder Antwort darauf rumreiten muss, oder sehe ich das falsch?

Doch, nun zurück zum eigentlichen Thema: ja, mir ist bewusst, dass QTS mittlerweile mehr LogFiles und Co. schreibt. Ja mir ist auch bewusst, dass ich das Ganze per SSH unterbinden kann. Schöner wäre es allerdings seitens QNAP wenn diese das Sytem-RAID über eine offizielle Möglichkeit (zum Beispiel über einen ExpertMode im Speicher und Snapshot Manager) visuell sichtbar und änderbar machen würden.

Du hast gefragt, warum QNAP das macht… und ich habe dir gesagt, was passieren würde, wenn QNAP es nicht täte. Nur weil du die Funktionsweise eines NAS verstehst, heißt das nicht, dass normale Nutzer das auch tun – und wir wissen alle, dass diese Nutzer meistens keine Backups haben.