ZFS-Metadaten-Cache aktivieren

Hallo Community,

QTS hero bietet die Option für „SSD-Cache“. Im Hintergrund nutzt dies das, was allgemein als L2ARC von ZFS bezeichnet wird.

Stellt euch einfach einen Festplattenpool vor, der durch eine einzelne SSD für den Lesecache unterstützt wird.

Ihr könnt zwischen „All I/O“ und „Random I/O“ wählen. Wenn ihr „Random I/O“ auswählt, gibt es einen Schwellenwert. Liegt die angeforderte Größe über einer bestimmten kB-Anzahl, wird von der HDD gelesen, ansonsten von der SSD.

Warum gibt es keine Option, das „nur Metadaten“-Flag von ZFS zu nutzen?

Was das bewirkt:

Anstelle des Caches für den kompletten Inhalt der Dateien werden nur ZFS-/Dateimetadaten gecacht. Das Durchstöbern beispielsweise einer Ordnerstruktur würde vollständig von der SSD bedient werden. Öffnet ihr eine Datei, weiß die SSD, wo auf der HDD die Daten liegen, und die HDD liefert nur die eigentlichen Daten.

Da Metadatenanfragen kleine, zufällige IOs sind, profitieren sie stark von Metadatencaching.

Wenn ihr auf das Caching der eigentlichen Daten verzichtet, spart ihr viel Speicherplatz auf der SSD. Der SSD-Cache kann damit hundertmal kleiner sein als die Poolgröße. Trotzdem reicht er aus, um die kompletten Metadaten des Pools zu halten. Außerdem sinkt der SSD-Verschleiß, da das System keine Daten schreibt. Weil die SSD nie voll wird, wird „alte“, aber weiterhin geltende Cacheinformation nie entfernt. Ihr könnt also auch Verzeichnisse, die ihr lange nicht geöffnet habt, weiterhin schnell durchsuchen.

Das Feature funktioniert bereits auf euren Systemen. Ihr könnt L2ARC manuell auf „nur Metadaten“ umstellen und es läuft problemlos.

Wie seht ihr das?

Viele Grüße

Florian Aigner

Danke für deinen Vorschlag! Ich leite diese Anfrage an unser internes Team weiter, damit sie sich das anschauen.