QVR-bezogen – Über den „Korridormodus“ von IP-Kameras

In vielen Gebäuden wie Schulen, Krankenhäusern, Büros und Hotels gibt es lange, schmale Flure. Wenn man solche Flure mit einer IP-Kamera mit dem üblichen Seitenverhältnis von 16:9 überwacht, werden oft die oberen und unteren Bereiche des Bildschirms verschwendet und das Sichtfeld nach links und rechts ist nicht ausreichend. In solchen Fällen ist der „Corridor Mode (Flurmodus)“ besonders praktisch.

Im Flurmodus wird das Kamerabild um 90 Grad gedreht, sodass das horizontale Bild (16:9) in ein vertikales Bild (9:16) umgewandelt wird und eine Anzeige möglich ist, die der Form des Flurs entspricht.

Zuerst wird das Kameragehäuse um 90 Grad gedreht.

Anschließend wird auch das Videobild um 90 Grad gedreht.

Dadurch kann die Überwachung im Hochformat erfolgen und der gesamte Flur wird effektiv überwacht. Dies reduziert visuelle tote Winkel und spart gleichzeitig Speicherplatz und Bandbreite.

Viele IP-Kameras unterstützen mittlerweile den Flurmodus, der durch Einstellungen in der Firmware oder durch Änderung der Montageausrichtung aktiviert werden kann. Es ist eine äußerst nützliche Funktion bei der Installation von Kameras in schmalen Innenräumen.

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@haru0

Jetzt wo Sie es sagen, stimmt das tatsächlich.
Ich hatte angenommen, dass die Bilddrehfunktion nur verwendet wird, wenn das Bild auf den Kopf gestellt werden muss, aber wenn man es seitlich dreht, kann man tatsächlich ein hochformatiges Bild aufnehmen.
(Wenn man darüber nachdenkt, ist das bei Smartphones ja auch so…)

Gibt es irgendwelche Nebenwirkungen, wie zum Beispiel eine Verlangsamung der KI-Bildverarbeitung, wenn man das Bild um 90° dreht?

Das stimmt, der Korridormodus ist sehr praktisch für die Überwachung von schmalen, länglichen Bereichen, aber es gibt auch einige Nebenwirkungen und Einschränkungen.

Zum Beispiel:

  • Selbst bei derselben Marke kann es vorkommen, dass die Basismodelle der Kameras keinen Chip besitzen, der die Verarbeitung von um 90 Grad gedrehten Bildern unterstützt, sodass ein höherwertiges Modell erforderlich ist.

  • Um eine vertikale Bildausrichtung zu erreichen, müssen einige Kameras physisch um 90 Grad gedreht installiert werden, und nicht alle Montagehalterungen oder Installationsorte sind dafür geeignet.

  • Bei älteren Typen von NVR oder VMS kann das gedrehte Bild nicht korrekt angezeigt werden, was zu abweichenden Bildverhältnissen oder verzerrten Aufnahmen führen kann.

  • Einige Videoanalysefunktionen (wie Gesichtserkennung oder Einbruchserkennung) können im Korridormodus an Genauigkeit verlieren. Das liegt daran, dass die Bildausrichtung von den Annahmen des KI-Modells beim Training abweicht.

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