Letzte Woche erhielten wir von unserem Partner die Rückmeldung, dass der Kunde nach dem vollständigen Aufzeichnen mit QVR die Festplatten direkt aus dem NAS entfernt und dann ein neues Festplatten-Set installiert, den Speicherbereich neu konfiguriert und plant, die alten Festplatten bei Bedarf wieder in das Gerät einzusetzen, um auf die Dateien zuzugreifen.
Diese Vorgehensweise bereitet einem schon beim Hören Schweißausbrüche, denn unter der NAS-Architektur kann so keine Synchronisation der Daten garantiert werden. Das liegt daran, dass QVR neben den Videodateien auch Indexdateien mit Ereignissen und Datumsangaben erstellt. Ein erzwungener Austausch kann dazu führen, dass die Indizes neu aufgebaut werden müssen – das funktioniert zwar, dauert aber sehr lange.
Empfohlene Vorgehensweisen sind tatsächlich folgende:
- Verwendung von Recording Vault (Beta) – dazu gibt es ein eigenes Thema, daher hier keine weiteren Details. Angesichts der einfachen Wiedergabemöglichkeit wird diese Methode künftig noch mehr empfohlen.
- Verwendung von HBS: Das ist die derzeit traditionellere Methode. Mit Hybrid Backup Sync wird ein regelmäßiger Backup-Job eingerichtet, der den gesamten Aufnahmeordner an einen anderen Speicherort sichert – entweder in die Cloud oder auf eine externe Festplatte. Wenn eine externe Festplatte als Ziel gewählt wird, kann nach erfolgreicher Sicherung der Ordner aus dem NAS entfernt werden. Ist die externe Festplatte voll, kann einfach eine neue angeschlossen werden. Das ist deutlich sicherer als die eingangs beschriebene Vorgehensweise.
Die letztendliche Empfehlung an den Kunden ist die Nutzung von HBS mit der Einstellung „Kopieren“, um sicherzustellen, dass die Quell-Videodateien auch bei Löschung nicht aus dem Backup entfernt werden.
So muss der Kunde lediglich die externe Festplatte wechseln und braucht sich keine Sorgen mehr um RAID-Rekonstruktion oder Index-Neuaufbau zu machen.